Unsere Wirkungslogik

Erfahre mehr über unser Verständnis davon, wie wir Veränderung bewirken.

ProjectTogether zeigt heute im Kleinen, wie es morgen im Großen funktionieren kann.

Für eine bessere Zukunft identifizieren wir entlang der Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN (UN SDGs) und unter breiter Beteiligung der Gesellschaft die größten, ungelösten gesellschaftlichen Herausforderungen.

Daraus starten wir konkrete Missionen, in denen wir mit der gebündelten Kraft aus über 100 Initiativen parallel unterschiedliche Lösungen systematisch testen und verbessern. Gemeinsam aus diesen Initiativen und inhaltlich relevanten Akteuren aus Stiftungen, Unternehmen, öffentlicher Sektor formt ProjectTogether eine starke Allianz. Wir koordinieren diese Allianz im Hinblick auf das Ziel der gemeinsamen Mission und stellen Expertise und Ressourcen bedarfsgerecht zur Verfügung. Alle Initiativen tragen zur Lösung bei, indem sie zeigen, was funktioniert und was nicht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam mit unseren Partnern großflächig in die Gesellschaft implementiert.

Hiermit zeigen wir einen mutigen Weg, wie wir in Zukunft aus der Gesellschaft heraus Probleme anders lösen.

 

1. Thema & Herausforderungen identifizieren

Um passende Themenbereiche, wie z.B. Covid-19 bei #WirVsVirus, Klimawandel oder Rassismus zu identifizieren, werden Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft von Anfang an mit einbezogen. Die Entscheidung über den Themenbereich wird in Rücksprache mit relevanten Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft getroffen.

In dem identifizierten Themenbereich wird ein öffentlicher Beteiligungsprozess zur Identifizierung konkreter gesellschaftlicher Herausforderungen gestartet. Nutzer:innen, Betroffene, Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung und weitere Akteur:innen können Herausforderungen niedrigschwellig einbringen – wichtig ist dabei, nicht nur digital-affine Bürger:innen einzubeziehen. Ein offener Dialog aus der Gesellschaft heraus und mit Expert:innen wird gestartet. Herausforderungen werden zusammen mit den Akteur:innen, insbesondere den Bürger:innen, konkretisiert und anschließend in thematischen Handlungsfelder gebündelt.

Ergebnis:

  • Definierte Handlungsfelder mit konkreten Herausforderungen aus Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung
  • Etablierter Dialog mit aktiver Community im Themenbereich, die über den gesamten Prozess einbezogen wird

Beispiele:

  • Themen und Herausforderungen
  • Breite Beteiligung: Liste mit 1900 eingereichten Herausforderungen aus Zivilgesellschaft und Verwaltung der #WirVsVirus Hackathons
  • Austauschplattform für Akteure über Sektoren hinweg: Wöchentlicher Farm-Food-Climate Dialog schafft eine Beteiligungsplattform

2. Allianzen bilden

Wir bilden zu jeder Herausforderung eine Allianz aus relevanten Akteur:innen über Sektoren hinweg. Sobald der Themenschwerpunkt gesetzt ist, identifizieren wir Akteur:innen aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, und Zivilgesellschaft, die für das Verständnis der Herausforderungen und die Umsetzung von Lösungsansätzen relevant sind (Stakeholder-Mapping). Diese bringen ihre jeweiligen Netzwerke, ihre Ressourcen, und ihre Pilotierungs- und Umsetzungsmöglichkeiten ein, um Lösungen im Prozess effektiv zu unterstützen.

 

 

Ergebnis: 

  • Eine breite Allianz an inhaltlich relevanten Akteuren
  • Stakeholder Map mit Übersicht der systemrelevanten Akteure zu einer Herausforderung
  • Zeitliche und finanzielle Unterstützungsleistungen der Allianz

3. Initiativen mobilisieren

Wir mobilisieren deutschlandweit 100+ Lösungsansätze. Über die aktive Community, die gebildete Allianz und weiteren Expert:innen wird entlang der definierten Handlungsfelder bestehendes und neues gesellschaftliches Engagement aktiviert. Zum einen werden bestehende Lösungen identifiziert und aktiv einbezogen. Zum anderen werden in Ideation-Formaten neue Lösungsansätze entwickelt – ein Hackathon ist dabei eines von mehreren möglichen Formaten. Jede:r Bürger:in erhält dadurch die Chance sich direkt einzubringen. Vielversprechende Lösungsansätze und Teams werden so ausgewählt, dass eine Vielzahl an Ansätzen unterstützt werden, die koordiniert von- und miteinander lernen können.

 

 

Ergebnis:

  • Identifikation und Auswahl einer Vielzahl vielversprechender bestehender Lösungen
  • Neu entwickelte Lösungsansätze zu den identifizierten Herausforderungen über Ideation Formate
  • Pool von 100+ ausgewählte Initiativen aus bestehenden und neu entwickelten Lösungsansätzen

4. Initiativen bedarfsgerecht unterstützen & validieren

Wir unterstützen die Lösungsansätze bedarfsgerecht und entwickeln und pilotieren iterativ und in Ko-Kreation. Die Lösungen werden bedarfsgerecht bei der Hypothesen-getriebenen Lösungsentwicklung unterstützt. Dazu werden ähnliche Lösungsansätze in Handlungsfelder gebündelt, um gemeinsames Lernen und gegenseitige Unterstützung zu ermöglichen sowie Synergien und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Ansätzen zu realisieren.

 

Anstelle eines voll-standardisierten Programms, gibt es eine Rahmenstruktur mit regelmäßigen Update-Calls, Reviews und Feedback-Loops sowie eine bedarfsgerechte Unterstützung. Diese Unterstützung, die sich dynamisch an den Bedarfen ausrichtet, umfasst Expertise, pro-bono Sach- und Dienstleistungen sowie Unterstützung bei der Finanzierung. Mentoren und Coaches begleiten die Lösungen, um die Effektivität und gemeinwohl-orientierte Ausrichtung der Lösungen sicherzustellen.

 

Akteur:innen, die Herausforderungen eingereicht haben und die Allianz an Partner:innen bieten Möglichkeiten, die Lösungen zu pilotieren. Teams werden – wenn es sinnvoll ist – frühzeitig mit diesen Pilotierungspartner:innen vernetzt, damit bestehende Institutionen von Anfang an aktiv in der Lösungsentwicklung eingebunden werden. Dabei werden auch eine Vielzahl an Bürger:innen in den Prozess eingebunden, z.B. als Expert:innen oder als Nutzer:innen und Betroffene, deren Feedback direkt in die Lösungsentwicklung einfließt. Lösungen werden so iterativ angepasst und Bürger-zentriert ausgerichtet.

Ergebnis:

  • Validierte, Bürger-zentrierte Lösungsansätze, die bereit sind breitflächig umgesetzt zu werden 
  • Nicht-validierte Lösungsansätze, deren Erkenntnisse transparent aufbereitet sind und den Nutzen des Testens vieler Lösungen auch nach Außen darstellen

5. Lösungen breitflächig umsetzen

Lösungen sind validiert, wenn sie ihre Wirkung im Kleinen bewiesen haben. Nicht alle Lösungen sind damit 1:1 auf andere Kontexte übertragbar, aber können mit den notwendigen Anpassungen breitflächig umgesetzt werden.

 

Bei der Umsetzung validierter Lösungen ist die Kooperation mit zentralen Akteuren oft – aber nicht zwingend – entscheidend, damit Lösung schnell und breitflächig wirken können. Daher können Lösungen verschiedene Formen annehmen – von selbstständigen Lösungen wie Sozialunternehmen oder Non-Profit-Organisationen bis zu Lösungen, die in der Trägerschaft einer etablierten Institution oder mit der öffentlichen Verwaltung umgesetzt werden.

Ergebnis:

  • Breitflächig umgesetzte Lösungen, die gesellschaftliche Herausforderungen ggf. mit Umsetzungspartner:innen direkt adressieren und eine signifikante positive Wirkung für die betroffenen Zielgruppen entfalten 
  • Erfolgsgeschichten mit Vorbildcharakter für erfolgreiches Zusammenwirken des Ideenreichtums engagierter Bürger:innen und der Umsetzungskraft etablierter Institutionen

6. Systemisches Wissen generieren

Aus dem parallelen Entwickeln und Testen von 100+ Lösungsansätzen werden kontinuierlich Erkenntnisse darüber gesammelt was es braucht, um die jeweilige gesellschaftliche Herausforderung effektiv und ganzheitlich anzugehen. Dieses aus der Praxis gewonnene Wissen über die Effektivität von Maßnahmen wird aufbereitet (z.B. in Reports oder Stakeholder Maps) und zuständigen Ministerien und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Daraus können in der Praxis-validierte und getestete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.

Ergebnis:

  • Ein aus der Gesellschaft heraus – unter Beteiligung vieler Bürger:innen –  entwickeltes “Zukunftsprogramm” für den jeweiligen Themenbereich
  • Handlungsempfehlungen für Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung auf Basis in der Praxis getesteter Lösungsansätze (Policy Prototyping)

Systemische Herangehensweise

Grundlage unseres Handelns ist ein systemisches Verständnis von Gesellschaft. Es gibt keine linearen Ursache-Wirkungs-Gefüge, sondern wir alle bewegen uns in einem deutlich komplexeren Zusammenspiel von Abhängigkeiten und Akteuren – und das berücksichtigen wir. Wir haben den Anspruch, mit unserem Tun die wirksamsten Hebel im System zu finden. Wir sind daher kein Inkubator oder Accelerator. Vielmehr schaffen wir eine Art gesellschaftlichen Testraum, um systematisch und unter breiter Beteiligung aller Bürger:innen die wirkungsvollsten Lösungsansätze zu finden.

Scroll to Top