„Miteinander statt nebeneinander ist das Gebot der Stunde”: Round Table Ukraine mit Bundesregierung und Zivilgesellschaft

Berlin, 27.04.2022. Wie kann die Aufnahme und Integration der vielen Geflüchteten aus der Ukraine gelingen? Bei einem Austausch zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz, der Integrationsbeauftragten Reem Alabali-Radovan und weiteren Mitgliedern der Bundesregierung mit Vertreter:innen der Länder und Kommunen sowie 50 zivilgesellschaftlichen Organisationen ging es um die drängenden Fragen rund um die Fluchtmigration. Mit dabei für die Alliance4Ukraine war Philipp von der Wippel von ProjectTogether.

„Miteinander statt nebeneinander ist das Gebot der Stunde”, findet Philipp. Sichere Unterbringung von Geflüchteten, Kinderbetreuung, Bildungsangebote und Arbeitsmarktintegration: Die Herausforderungen, die sich durch die Fluchtmigration im Zuge des Angriffs auf die Ukraine ergeben, sind groß. Bewältigen lassen sie sich nur im Schulterschluss zwischen dem Staat und der Gesellschaft in ihrer ganzen Breite.

Begegnung schaffen und eine gute Aufnahme vor Ort sichern

In Berlin wurde der Begegnungstag #LeuchtturmUkraine als Format zur Bündelung der Hilfsangebote erfolgreich erprobt. Jetzt geht es am 8. Mai 2022 bundesweit weiter. Auch bei der zweiten Ausgabe treffen Geflüchtete auf eine Vielzahl von hilfeleistenden Organisationen. Mit dabei ist außerdem Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger.

So viele Menschen helfen, weil viele dieser Krieg erschüttert. Das braucht Koordinierung. Mit der Alliance4Ukraine bündeln wir die Kräfte von mehr als 400 Organisationen und ermöglichen eine neue Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Staat.

Philipp von der Wippel

Gründer von ProjectTogether und Co-Initiator der Alliance4Ukraine

Es braucht ein Bundesprogramm für Kinderbetreuung

Klare Forderung der Alliance4Ukaine: Es braucht ein Bundesprogramm von 20 Mio. Euro zur Beschäftigung von (ukrainischen) Kitahelfenden. Zielsetzung ist die Betreuung der geflüchteten Kinder in Kindertageseinrichtungen und die Entlastung pädagogischer Fachkräfte. Die Organisation Optima School ermöglicht ukrainischen Schüler:innen unabhängig vom Aufenthaltsort einen vollwertigen Zugang zum ukrainischen Curriculum. Aktuell lernen mehr als 100.000 Kinder und Jugendliche über die Plattform. 

Optima School: Bildung für geflüchtete Kinder

Seitens der Kultusministerkonferenz ist sie als die ukrainische Online-Learning-Plattform offiziell anerkannt. Die Robert Bosch Stiftung, das Software-Unternehmen SAP, Alliance4Ukraine sowie DFB-Stiftung Egidius Braun gewähren gemeinsam eine einmalige finanzielle Unterstützung in Höhe von 500.000 Euro. Klare Ansage der Zivilgesellschaft: Es braucht jetzt die umfangreiche Unterstützung seitens des Bundes.

Fazit nach zahlreichen Gesprächen während des Round Tables: Es braucht die enge Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Staat, denn Lösungen und hilfreiche Ansätze müssen ineinandergreifen. So können sie auch dauerhaft wirken. Das erste Zusammentreffen dieser Art ist ein wichtiges Zeichen der Bundesregierung.

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