Forum für den Staat von morgen bringt 100 Verwaltungspionier:innen aus ganz Deutschland nach Kiel

Kiel/Berlin, 28. Januar 2026. Vom 28. bis 30. Januar 2026 findet in Kiel das Forum für den Staat von morgen statt. 100 Verwaltungspionier:innen aus Bund, Ländern und Kommunen kommen hierarchieübergreifend zusammen, um gemeinsam Reformansätze für einen handlungsfähigen, leistungsstarken und bürgernahen Staat zu entwickeln. Das Forum ist das sechste seiner Art und baut auf fünf vorangegangenen Foren in anderen Bundesländern auf. Das Ziel: Vom Reden ins Handeln kommen und Reformen gemeinsam umsetzen.

Veranstaltet wird das Forum von Re:Form, der Allianz für den Staat von morgen. Co-Gastgeber:innen des Forums sind dieses Mal die Stadt Kiel, vertreten durch Ulf Kämpfer, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Kiel, sowie das Land Schleswig-Holstein, vertreten durch Dirk Schrödter, Minister für Digitalisierung und Medienpolitik und Chef der Staatskanzlei Schleswig-Holstein.

 

Reformdruck trifft auf politisches Momentum

2026 ist ein Jahr, in dem sich für Staat und Verwaltung vieles gleichzeitig bewegt. In fünf Landtags- und zahlreichen Kommunalwahlen werden wichtige politische Weichen gestellt. Parallel dazu wächst in den Verwaltungen der Druck, Strukturen und Arbeitsweisen weiterzuentwickeln – bei hohen Erwartungen der Bürger:innen und spürbaren strukturellen Grenzen.

Vor diesem Hintergrund treffen neue politische Initiativen auf eine Verwaltungspraxis, die vielerorts bereits an Reformen arbeitet. Mit dem Bundesministerium für Staatsmodernisierung und den zuletzt verabschiedeten Modernisierungsagenden auf Bundes- und Landesebene ist Bewegung in das Thema gekommen. Entscheidend ist die ambitionierte Umsetzung und Weiterentwicklung dieser Ansätze.

 

Vom Austausch zur Umsetzung

Hier setzt das Forum für den Staat von morgen an. In zwölf thematischen Arbeitsgruppen arbeiten die Teilnehmenden an praxisnahen Lösungen für zentrale Reformfelder der öffentlichen Verwaltung, etwa kommunale Digitalisierung, Personal- und Wirkungsorientierung, aber auch Fragen von demokratischer Resilienz oder Fachkräfteeinwanderung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung eines kommunalen 10-Punkte-Plans für Staatsmodernisierung, der bereits von zahlreichen Kommunen unterzeichnet wurde und als gemeinsamer Orientierungsrahmen dient. 

„Als wir Re:Form gestartet haben, war Verwaltungsreform noch ein Orchideenthema“, sagt Veranstalterin Tiaji Sio von ProjectTogether, die gemeinnützige Organisation hinter Re:Form. „Heute ist sie in der politischen Debatte angekommen. Ob daraus echte Veränderungen entstehen, zeigt sich aber erst in der Umsetzung und genau dafür ist das Forum da.“

Ulf Kämpfer betont: „Unser Staat muss einfacher, effizienter und bürgerfreundlicher organsiert werden. Gerade auch vor Ort – in den Kommunen. Genau deshalb passt dieses Forum so gut nach Kiel. Dass 100 Verwaltungspioniere aus ganz Deutschland an die Förde kommen, zeigt: Der Wille zur Veränderung ist da. Jetzt geht es darum, Tempo aufzunehmen und aus guten Ideen konkrete Verbesserungen für die Menschen zu machen.“

„Das Jahr 2026 steht ganz im Zeichen der Staatsmodernisierung. Wir müssen Bürokratie abbauen, Prozesse optimieren und Aufgaben reduzieren. Eine Staatsmodernisierung ist ohne digitale Transformation nicht denkbar. Gleichzeitig bietet die Modernsierung unseres Staatswesens große Potenziale und Chancen, den Staat als Innovationsmotor aufzustellen”, sagt Dirk Schrödter. „Wir gehen konsequent den Weg in die digitale Souveränität, wollen für eine serviceorientierte Verwaltung vollständig digitale, medienbruchfreie Prozesse etablieren, unseren Datenschatz nutzbar machen und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz weiter voranbringen. Ein handlungsfähiger Staat entsteht aber nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch gemeinsames Lernen und konsequente Umsetzung. Das Forum für den Staat von morgen ist ein ideales Format, um Menschen aus Kommunen, Bund und Ländern zusammenzubringen, voneinander zu profitieren und weiter mutig voranzugehen.“

 

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen tragen die Verwaltungspionier:innen im Anschluss weiter in ihre Verwaltungen und Netzwerke – mit dem Anspruch, erarbeitete Ansätze vor Ort zu erproben und weiterzuentwickeln. Der Austausch im Rahmen von Re:Form wird darüber hinaus fortgesetzt: Das nächste Forum für den Staat von morgen ist für August 2026 in Memmingen geplant.

 

Über Re:Form

Re:Form ist eine Allianz für den Staat von morgen. Sie bringt Verwaltungspionier:innen aus Bund, Ländern und Kommunen zusammen, um konkrete Reformen für einen handlungsfähigen, leistungsstarken und bürgernahen Staat voranzubringen. Re:Form ist eine Initiative der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether und wird von der Stiftung Mercator gefördert. Mehr Informationen:  https://reform-staat.org/

 

Pressekontakt ProjectTogether

Johannes Tödte
Head of Communications, ProjectTogether
E-Mail: jtoedte@projecttogether.org

Scroll to Top
Scroll to Top