Pressemitteilung: Bundesministerin Faeser übernimmt Schirmherrschaft für Alliance4Ukraine

Berlin, 8. April 2022. Zivilgesellschaft und Staat handeln gemeinsam in der Krise: Die Bundesministerin des Innern und für Heimat, Nancy Faeser, übernimmt die Schirmherrschaft für das Bündnis Alliance4Ukraine. ​

Hierzu erklärt sie: „Putins brutaler Krieg gegen die Ukraine hat eine furchtbare humanitäre Katastrophe ausgelöst. Vor allem Frauen und Kinder, aber auch alte Menschen und Menschen mit Behinderungen flüchten zu uns. Ich bin sehr dankbar für die überwältigende Hilfsbereitschaft, die wir überall in unserem Land sehen. Wir wollen diese Krise in einem ganz engen Schulterschluss zwischen Staat, Wirtschaft und den vielen Helferinnen und Helfern aus zivilgesellschaftlichen Organisationen bewältigen. Daher übernehme ich sehr gern die Schirmherrschaft für die Alliance4Ukraine, die schon jetzt eine beeindruckende Zahl von mehr als 300 staatliche Organisationen, Stiftungen und Unternehmen verbindet. Überall dort leisten viele Engagierte Tag für Tag Großartiges. Wir wollen gemeinsam die Not der Geflüchteten lindern, sie in Deutschland willkommen heißen und ihnen hier Hoffnung, Halt und Perspektiven geben.“

Die Alliance4Ukraine ist ein koordinierender Zusammenschluss aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, Stiftungen, staatlichen Institutionen und Unternehmen. Ziel ist es, ein Netzwerk an belastbaren, wachsenden und ineinandergreifenden Lösungen für die Bedarfe von aus der Ukraine Geflüchteten zu schaffen – u.a. hinsichtlich guter Begleitung, Unterkunft, Dolmetschung, gesundheitlicher und auch psychologischer Unterstützung oder Rechtsberatung.

Gründung wenige Tage nach Beginn des Angriffskriegs

Mittlerweile sind mehr als 300 Organisationen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie staatliche Akteur:innen dem Bündnis beigetreten. Zu den Mitgliedern gehören zahlreiche kleinere gemeinnützige Organisationen ebenso wie große Hilfsorganisationen, Stiftungen wie die BMW Foundation und die Bertelsmann Stiftung sowie Unternehmen vom Start-Up bis zu DAX-Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Gesundheit und IT. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund und das Goethe-Institut sind mit dabei.

Die Alliance wurde wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine ins Leben gerufen. Initiiert wurde sie von der gemeinnützigen Organisation ProjectTogether. Philipp von der Wippel, Gründer und Co-Geschäftsführer von ProjectTogether sagt dazu: Lernend aus den Ereignissen in 2015/2016 wissen wir um die Bedeutung eines engen Schulterschlusses zwischen Zivilgesellschaft und Staat. ,Miteinander statt nebeneinander’ ist das Gebot der Stunde, um den Schutzsuchenden aus der Ukraine bestmöglich zu helfen. Dank der Bündelungs- und Koordinierungsarbeit der Alliance4Ukraine werden neue Formen der Zusammenarbeit möglich. Von allen Seiten spüre ich eine noch nie dagewesene Bereitschaft dafür, neue Wege des Krisenmanagements zu gehen.”

Zivilgesellschaft und Staat handeln gemeinsam in der Krise

Mitbegründerin der Alliance4Ukraine ist die vom Bundesministerium des Innern und für Heimat, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gemeinsam finanzierte Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Sie bildet als bundesweite Anlaufstelle ein Scharnier zwischen ehrenamtlichem Engagement und staatlicher Ebene. Katarina Peranić, Vorständin der DSEE sagt: „Engagierte und Ehrenamtliche leisten Unglaubliches. Unser Auftrag als DSEE ist es, diese Menschen umfassend zu unterstützen. Das geht am besten in einem koordinierenden Bündnis, deshalb haben wir die Alliance4Ukraine mit auf den Weg gebracht. Ich bin überzeugt: Was Demokratien einzigartig macht und ihnen Stärke gibt, ist das Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger.”

Die Alliance4Ukraine ist offen für weitere Mitglieder. Alle Organisationen, die sich aktiv einbringen können, sind eingeladen. Die Registrierung als Mitglied der Alliance4Ukraine ist unter www.alliance4ukraine.org möglich.

Veranstaltung „Begegnungstag Leuchtturm Ukraine” am 10.04.2022 in Berlin

An diesem Sonntag, 10.04., sind alle Geflüchteten, Hilfsorganisationen, und engagierten Bürger:innen in die Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg eingeladen. Dort findet der Begegnungstag “Leuchtturm #Ukraine” statt. Der Begegnungstag „Leuchtturm Ukraine Veranstalter sind diewird von der „Allianz ukrainischer Organisationen und GermanDream umgesetzt, mit Unterstützung der Alliance4Ukraine. Der Eintritt ist kostenlos, die Anzahl der Tickets begrenzt. Die Registrierung ist unter diesem Link erforderlich, alle weiteren Informationen sind ebenfalls dort zu finden.

Pressekontakt: Johannes Tödte, jtoedte@projecttogether.org

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