INNOVATIONSPLATTFORM FÜR KLIMAPOSITIVE LANDWIRTSCHAFT UND ERNÄHRUNG

Farm-Food-Climate Challenge

Ein zukunftsfähiger Agrar- und Ernährungssektor als Herzstück des European Green Deal

Der Farm-Food-Climate Aktionsplan

Der Farm-Food-Climate Aktionsplan ist in einem kollaborativen Arbeitsprozess der Initiator:innen in Zusammenarbeit mit Vertreter:innen aus Wirtschaft und Politik entstanden und wird als ein wegweisendes Arbeitspapier verstanden, welches gemeinsame Zielsetzungen bündelt. Absolute Vollständigkeit und Korrektheit sind zu keinem Zeitpunkt garantiert – die Inhalte basieren auf den Zielaspirationen und Erfahrungen der Farm-Food-Climate Community.

Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Ernährungssektors - vom Acker bis zum Teller

Die Farm-Food-Climate Challenge verfolgt das Ziel, die “Farm-2-Fork”-Strategie mittels konkreter Umsetzungsmaßnahmen, die gemeinsam mit Bürger:innen gestaltet werden, mit Leben zu füllen. Mit einem neuen Beteiligungsprozess wird eine Plattform geschaffen, um Chancen und Potenziale gesamtgesellschaftlich und in Zusammenarbeit gemeinsam zu nutzen – um den Agrar- und Ernährungssektor von morgen zukunftsfähig zu gestalten. Mit diesem Open Social Innovation Ansatz strebt die Farm-Food-Climate Challenge daher an, eine hohe Diversität an Akteur:innen entlang der Wertschöpfungskette von Lebensmitteln aktiv in den Prozess zu involvieren. 

 

Vorgelagerter Bereich

vom Feld

Landwirtschaft

über nachhaltige Erzeugung

Nachgelagerter Bereich

Verarbeitung & Einzelhandel

Konsument:innen

bis zum Tellerrand

Die Farm-Food-Climate Initiator:innen

Im August 2020 sind 100+ mutige und ambitionierte Initiator:innen, die innovative Lösungen für einen klimapositiven Agrar- und Ernährungssektor entwickeln, in das Unterstützungsprogramm der Farm-Food-Climate Challenge gestartet. Von Humusaufbau und neuen organischen Düngemitteln über Big Data und Smart Farming bis hin zu neuer Akzeptanz von Insekten, Vermeidung von Lebensmittelabfall und Direktvermarktung – die Ansätze für geteilte Ziele sind verschieden. Sie testen in der Breite. Etabliert werden die Lösungen, die sich beweisen. Machen statt nur reden – die Farm-Food-Climate Initiator:innen lernen im Tun und passen ihre Lösungen kontinuierlich an die real-bestehenden Bedarfe an. Die Vision von echter Wirkung steht an erster Stelle. 

Welche konkreten Ziele verfolgen die Initiativen? Wie kannst auch Du an der Vision einer klimapositiven Landwirtschaft und Ernährung teilhaben?

Am 03. November 2020 zog die Farm-Food-Climate Community mit Initiator:innen, Vertreter:innen der Europäischen Kommission, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Partner:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eine erste Bilanz und verabschiedete ihren Aktionsplan mit gemeinsam gesteckten Zielsetzungen.

Mit einem neuen Beteiligungsprozess wollen wir den Agrar- und Ernährungssektor von morgen klimapositiv gestalten – sei dabei!

Die COVID-19-Pandemie hat ein Schlaglicht auf die Bedeutung eines belastbaren und resilienten Lebensmittelsystems geworfen. Sie hat uns die Wechselwirkungen zwischen unserer Gesundheit, unseren Ökosystemen, Versorgungsketten, Verbrauchsmustern und den Belastungsgrenzen unseres Planeten sehr bewusst gemacht. 

 

Die Weltbevölkerung wächst und der Klimawandel wirkt sich negativ auf die Fähigkeit der Landwirtschaft aus, diese auch in Zukunft zu ernähren. Zu gleichen Zeit ist das Ernährungssystem für einen erheblichen Teil der Treibhausgasemissionen mitverantwortlich. Darüber hinaus bleiben Ernährungsprobleme, wie Fettleibigkeit und Mangelernährung, bestehen und ein Drittel der global produzierten Lebensmittel werden noch im Produktionsstadium verschwendet, oder landen im Müll. Auch wenn mittlerweile das Bewusstsein für nachhaltige und gesunde Ernährung in Deutschland wächst, spiegelt sich dies nur selten in der Zahlungsbereitschaft von Kund:innen wieder. Trotzdem wird von Landwirt:innen erwartet, nicht nur günstig Lebensmittel zu produzieren, sondern dabei auch das Klima zu schützen und einen Ort zur Erholung zu bieten. 

 

So sind tiefe Gräben entstanden, zwischen Landwirt:innen und Bürger:innen und zwischen konventionellen, biologischen und alternativen Produktionsweisen. Es ist an der Zeit, das Ernährungssystem gemeinsam neu zu überdenken und zu transformieren. Transformieren zu einem resilienten System, das durch regenerative Landwirtschaft und einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen die Grenzen unseres Planeten respektiert, und jedem eine gesunde Ernährung ermöglicht.

 

Die Transformation unseres Ernährungssystems ist eine komplexe Aufgabe und erfordert Anpassungen in allen Bereichen. Hierfür gibt es kein universelles Gesamtkonzept, sondern es erfordert das koordinierte Drehen an vielen parallelen Stellschrauben. Lösungen für die Herausforderungen müssen von der Gesellschaft selbst hervorgebracht und umgesetzt werden, wozu auch unterschiedliche Politikinstrumente beigesteuert werden müssen. Die Farm-Food-Climate Challenge hat zum Ziel, zu einem Pionierbeispiel dafür zu werden, wie die notwendige Transformation von Ernährungsystemen aus der Gesellschaft heraus angegangen und Schritt-für-Schritt erreicht werden kann –  innerhalb Deutschlands, der EU, oder auch auf globaler Ebene im Kontext des UN 2021 Food System Summit.

 

Der Europäische Green Deal bietet eine neue Vision für den Agrar- und Ernährungssektor. Um sie real werden zu lassen, brauchen wir gute Beteiligungsprozesse, in denen Vertrauen, Expertise und Innovationen zu neuen Allianzen zusammenfinden.

Prof. Dr. Maja Göpel

Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Bewerbungszeitraum für Initiativen

Das Unterstützungsprogramm

Die Ideen für die Lösung der großen Probleme unserer Zeit sollen größtmögliche Wirkung erzielen. Deshalb stärken wir im Unterstützungsprogramm 100+ Lösungsansätze durch den Zugang zu unserer Community, ein vielseitiges Gesprächsangebot mit Expert:innen und die Angebote der digitalen Plattform von ProjectTogether. Durch dieses Programm schaffen ProjectTogether und die Elobau Stiftung als Organisatoren der Challenge einen digitalen Testraum, welcher ein schnelles und risikoarmes Erproben und Validieren von 100+ Lösungsansätzen (= Reality Checks) ermöglicht.

Am 15.08 erhalten alle Initiator:innen, Expert:innen und Partner:innen den Zugang zur Innovationsplattform von ProjectTogether. Die Plattform bietet die Möglichkeit, Angebote und Gesuche einzustellen – von Coaching & Mentoring, über Kontakte & Netzwerke, Sachleistungen & Räumlichkeiten bis hin zu Themen wie Recht, Steuern & Datenschutz. Unsere digitale Plattform bringt Unterstützung genau zu den Initiator:innen, die große Wirkung entfalten werden. Hier trifft der Ideenreichtum der Zivilgesellschaft auf die Umsetzungskraft der Wirtschaft, Verwaltung und Politik. 

Von pro-bono Dienstleistungen und Mitarbeit, über technische Infrastruktur bis zu Pilotierungsmöglichkeiten. Unsere digitale Plattform bringt Unterstützung genau zu den Initiator:innen, die große Wirkung entfalten werden. Hier trifft der Ideenreichtum der Zivilgesellschaft auf die Umsetzungskraft etablierter Institutionen.

Die Farm-Food-Climate Community trifft sich in einem zweiwöchentlichen Intervall zu Update-Calls. Wir tauschen uns zum Status Quo der Projekte, den Unterstützungsbedarfen und nächsten Schritten aus – ob Erfolgserlebnisse und Meilensteine, neu gewonnene Partnerschaften, oder benötigte Ressourcen für die nächsten Schritte. Wir nutzen Breakout-Sessions je Handlungsfeld, damit wir zusammen auf jedes Projekt eingehen können.

Das ProjectTogether Unterstützungsprogramm ist bedarfsgerecht ausgerichtet. Wir bitten euch regelmäßig um euren Input, was ihr braucht, um große Schritte vorwärts zu machen. In regelmäßigen Zeitabständen erhaltet ihr dann Einladungen, an spezifischen Themencalls teilzunehmen. Hier erwarten Euch ein oder mehrere Expert:innen, die sich die Zeit nehmen werden, mit Euch über das Gebiet ihrer Expertise zu sprechen. Egal woran ihr gerade arbeitet: Wir werden sicherstellen, dass ein breites und Mehrwert bietendes Angebot an Themen Calls auf euch wartet.

Das Ziel des Unterstützungsprogramms von ProjectTogether ist die schnelle Entwicklung von Proofs-of-Concept. Welche Ansätze könnten sich eignen auf großer Skala Veränderung hervorzurufen?

Die Farm-Food-Climate Challenge umfasst eine breite Allianz an Partnern entlang der Wertschöpfungskette, die auf der Suche nach neuen Ansätzen für einen klimapositiven Landwirtschafts- und Ernährungssektor sind.
Im Rahmen der Farm-Food-Climate Challenge bringen wir regelmäßig Initiativen mit passenden Partnern für sog. Stakeholder Calls zusammen, um aus dem Wissen der Praxispartner zu lernen und Chancen der gemeinsamen Pilotierung zu eruieren

Zusammenarbeit ist das A und O für den ganzheitlichen Ansatz der Farm-Food-Climate Challenge. Daher werden wir einen zentralen Ort für die Kommunikation innerhalb der gesamten Community einrichten. 

 

Slack ist der Ort, wo Zusammenarbeit einfach funktioniert. Hier kommen die Leute, die du brauchst, die Informationen, die du teilst, und die Tools, die du benutzt, zusammen, um Arbeit gemeinsam zu erledigen. 

 

Bereits zum Start der Farm-Food-Climate Challenge, am 15. August 2020, werden wir alle Initiator:innen, Expert:innen und Partner:innen in den großen Farm-Food-Climate Slack Arbeitsraum einladen. Hier könnt ihr Euch mit jeder und jedem, zu dem ihr einen Draht sucht, austauschen. 

 

Besonders relevant wird für Euch der Zutritt zu der für Euch relevanten Arbeitsgruppe sein. Für jedes der acht Handlungsfelder wird es eine Gruppe geben. Davon ausgehend können Untergruppen und andere Arbeitsgruppen gebildet werden.

Jede Initiative bekommt ein:e Mentor:in. Mentoring ist eine Mischung aus 1:1 Begleitung, Beratung, Training und Patenschaft, mit dem Ziel der Entwicklung des Projektes sowie des Initiators. Der Mentor teilt Wissen, Kompetenzen, Erfahrungen, Kontakte und weitere Ressourcen mit dem Mentee (Initiator:in). Mentoren sollten leicht erreichbar und bereit sein, bei Bedarf Hilfe anzubieten – natürlich innerhalb vereinbarter Grenzen.

Gemeinsam mit der Einladung zur Plattform bekommen die Initiator:innen am 17. August 2020 die Einladung zum Coaching. Eine Zusammenarbeit mit unseren Coaches fördert die Fähigkeit zur Selbstorganisation im Berufs- und Arbeitsleben und unterstützt  einzelne Personen (bzw. Personengruppen) bei der Gestaltung ihrer persönlichen Entwicklung, ihrer sozialen Rollen und ihrer Kooperationsbeziehungen sowie bei der Bewältigung ihrer Entscheidungs- und Handlungsanforderungen im Arbeitsleben. 

Coaching ist eine interaktive und personenzentrierte Prozessbegleitung, mit dem Ziel die Entwicklungspotenziale und Handlungsspielräume zu erschließen, Lern- und Veränderungsprozesse anzuregen und zu begleiten sowie die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit des Coachees zu stärken.

Der Ansatz von ProjectTogether

Pragmatisches Lernen

Initiator:innen erhalten die Chance, sich aktiv zu beweisen. Sie entwickeln und erproben vielfältige Lösungsansätze. In einem koordinierten Lern- und Testprozess sehen wir gemeinsam, welche Lösungen funktionieren und im nächsten Schritt breitflächig umgesetzt werden sollen.

Beteiligungsprozess

Gesellschaftliche Herausforderungen werden nur gelöst, wenn alle relevanten Akteur:innen zusammenarbeiten. Unser Multi-Stakeholder-Ansatz bündelt mit einer speziellen Methodik den Ideenreichtum aus der Zivilgesellschaft und verbindet ihn mit der Umsetzungskraft bestehender Institutionen.

Bedarfsgerechte Unterstützung

Jede Idee ist anders. Deshalb richtet sich unsere Unterstützung ganz nach den individuellen Bedarfen der Teams und ihrer Lösungen. Dazu steht auf einer digitalen Plattform ein großer Pool an Expertise und Ressourcen zur Verfügung. 

 

Teams, die an ähnlichen Herausforderungen oder mit ähnlichen Lösungsansätzen arbeiten, bilden Peer-Groups. In diesen werden regelmäßig Fortschritte und Prioritäten geteilt, um mit- und voneinander zu lernen. Jede Peer-Group wird dabei von Expert:innen und Pat:innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft mit Feedback, Vernetzungen und Expertise unterstützt.

Jede Idee ist anders. Deshalb richtet sich unsere Unterstützung ganz nach den individuellen Bedarfen der Teams und ihrer Lösungen. Dazu steht auf einer digitalen Plattform ein großer Pool an Expertise und Ressourcen zur Verfügung. Hier können Teams zu jeder Zeit eine Vielfalt an Ressourcen – wie z.B. Infrastruktur, pro-bono Dienstleistungen oder Reichweite – anfragen. Darüber hinaus bestehen direkte Kontaktmöglichkeiten zu unserem kuratierten Pool von über 300 Expert:innen. In Themen-Calls organisieren wir direkte Austauschmöglichkeiten mit Entscheider:innen aus der Landwirtschaft, dem Ernährungssektor und Politik.

Für schnelle Pilotierungen und Implementierung erfolgreicher Ansätze bringen wir diese mit öffentlichen und privaten Institutionen zusammen. Bedarfe relevanter Institutionen werden gezielt mit den Lösungsansätzen der Projekte gematched. In passgenauen Austauschformaten stellen wir sicher, dass die Teams mit den richtigen Ansprechpartner:innen in Kontakt kommen und die Lösungen zeitnah pilotiert werden.

Gestalte Farm-Food-Climate aktiv mit

Unterstützer:innen bei ProjectTogether sind sowohl Einzelpersonen sowie Organisationen, Stiftungen und Unternehmen. Sie unterstützen die Initiativen mit Ressourcen, Expertise, und/oder Zugängen. Von pro-bono Dienstleistungen und Mitarbeit, über technische Infrastruktur bis zu Pilotierungsmöglichkeiten: Farm-Food-Climate bündelt Ihre Unterstützung und stellt sie den 100+ Initiativen über eine digitale Plattform zur Verfügung.

 

Botschafter:innen

Repräsentiert wird die Farm-Food-Climate Challenge von Persönlichkeiten, die mit ihrer Wirkungskraft das gesamte Spektrum an Handlungsfeldern der Challenge in die Öffentlichkeit tragen. 

Maja Göpel

Transformations-wissenschaftlerin 

Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen

Benedikt Bösel

Gründer & CEO von Gut & Bösel

Experte für Regenerative Landwirtschaft und AgTech

Tobias Bandel

Gründer & CEO von Soil&More

Experte für True Cost Accounting

Sarah Wiener

Politikerin, Autorin und Unternehmerin

Mitbegründerin und Betreiberin des Gut Kerkow

Die Organisator:innen der Challenge

Die elobau Stiftung wurde im Jahr 2016 als sowohl operativ als auch fördernd tätige Organisation errichtet. Als Beteiligungsträgerstiftung hält sie die Anteile des Sensorikspezialisten elobau im Allgäu. Bildung, Integration und Umwelt sind die Stiftungszwecke, denen bisher rund 30 einzelne Projekte zuzuordnen sind. Biodiversität, Klimaschutz und Landwirtschaft haben sich als Schwerpunkte der Stiftungsarbeit herausgebildet. 2020 wird dem von der Stiftung vor zwei Jahren initiierten Projekts “Blühender Landkreis” das Siegel “UN Dekadenprojekt für biologische Vielfalt” verliehen.

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ProjectTogether ist Wegbereiter für gesellschaftlichen Fortschritt. Wir bringen zusammen, was es braucht, um heute Lösungsansätze im Kleinen auszuprobieren, die morgen die Welt verändern.

Seit 2015 hat ProjectTogether bereits über 850+ soziale Initiativen und Impact Start-ups mit 500+ Coaches gefördert und sechs thematische Impact Challenges durchgeführt. In 2018 hat die Europäische Kommission ProjectTogether als Vorreiter für die Förderung von Responsible Entrepreneurship ausgezeichnet.

Förderpartner:innen

Medienpartner

Unterstützer:innen

Sonja Stuchtey - Advisor&Investor
BIOStiftung

Du möchtest Teil des Open Social Innovation Ansatzes und Farm-Food-Climate Netzwerks werden? Melde dich bei uns: ffc@projecttogether.org

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